Medienwissenschaften

Medienwissenschaften

Theorie und Praxis des Mediensystems

Das Feld der Medienwissenshaft ist breit gefächert. Die Wissenschaft beschäftigt sich mit Medien im Allgemeinen und im Speziellen. Hier liegt ein besonderer Fokus auf den Massenmedien (zum Beispiel Radio, Fernsehen …) und der öffentlichen Kommunikation. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, wie zum Beispiel Soziale Medien, Online-Angebote und Digitalisierung, geht es um Struktur, Methoden und Wirkungen von Kommunikation über Medien: zwischen Individuen, Institutionen, Parteien …

Aber auch die Frage, welche Medien wir auf welche Art und Weise nutzen, ist Gegenstand der Medienwissenschaft. Außerdem ist die Wirkungsforschung Kernbestandteil. Zu Beginn des Jahrtausends hat man sich beispielsweise gefragt, ob sogenannte „Killerspiele“ aggressiv machen oder nicht. Müsste man die Medienwissenschaften zusammenfassen, man würde sagen:
Wer sagt was wann und wie zu wem, zu welchem Zweck und mit welcher Wirkung?

„Branchenrevolution“ durch Web 2.0 und Digitalisierung?

Sind bestimmte mediale Inhalte für spezifische Zielgruppen geeignet? Was sollte aus welchen Gründen verboten werden? Welche Zielgruppen nutzen welche Kanäle und Medien auf welche Art und Weise? Wie viele Menschen in Deutschland haben einen Internetanschluss und was ist das beliebteste Massenmedium? Wie funktioniert eigentlich Werbung und welche Botschaften kann man wie am besten „platzieren“? Es sind Fragen wie diese, die nicht nur offenkundig Schnittstellen zur Psychologie haben, sondern auch in den Bereich des Marketings hineinwirken.

Status Quo und Perspektiven

Momentan sind vor allem die Sozialen Medien und die damit einhergehenden Herausforderungen – für Individuen, Unternehmen und Institutionen – ein wichtiges Thema der Medienwissenschaft. Das liegt daran, dass wir in einer Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft leben. Das bedeutet, dass wir in der Lage sind, uns jederzeit relevante Informationen (zum Beispiel über Preis und Qualität) von Produkten zu beschaffen, welche ihrerseits immer vergleichbarer werden. Daraus folgt, dass der Bereich Service/Dienstleistung immer wichtiger wird und formale und inhaltliche Mehrwerte schafft.

Berufsfelder für Medienwissenschaftler

Medienwissenschaftler haben eine solide Grundausbildung des (deutschen) Mediensystems, sowohl theoretisch als auch in der Praxis. So finden sie Anstellungen sowohl in Verlagen, bei Zeitungen, in PR-Abteilungen von Unternehmen oder auch bei Rundfunkanstalten. Das Berufsfeld ist hier außerordentlich vielfältig und daher sollte man sich früh orientieren, um hier Akzente zu setzen. Berufserfahrung kann man zum Beispiel durch Praktika, Trainee-Stellen oder Nebenjobs erwerben. Ein immer beliebteres Feld sind Berufe in den Sozialen Medien; zum Beispiel als sogenannter Social Media Manager. Hier geht es zum Beispiel darum …

• eine Zielgruppe aufzubauen und zu betreuen,
• sie mit relevanten Inhalten zu versorgen,
• Anfragen zu beantworten,
• auf Interaktionen zu setzen.

Selbstverständlich ist dies nur ein kleiner Einblick – denn das Feld ist sehr groß und entwickelt sich ständig weiter. Daraus folgt auch, dass sich Medienwissenschaftler im Prinzip nie auf ihrem Wissen „ausruhen“ können; sie müssen sich stets weiterentwickeln. Allerdings bleiben sie so auch am „Zahn der Zeit“ und sind in einem Bereich tätig, der im Zuge der Globalisierung und des Internet immer wichtiger wird. So sind die beruflichen Perspektiven für Absolventen der Medienwissenschaften insgesamt als durchaus positiv zu bewerten.