Medizin

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Medizin – die „moderne“ Heilkunst

Nach wie vor ist das Studium der Medizin eins der beliebtesten und gerade Ärzte sind gesellschaftlich sehr angesehen. Unter Medizin versteht man die sogenannte „ärztliche Kunst“: Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Krankheiten und Verletzungen. Man bezieht sich hierbei meistens auf die Humanmedizin, um Gegensatz zur Veterinärmedizin. Das Fach hat eine lange Tradition in der Menschheitsgeschichte. Die traditionelle chinesische Medizin ist schätzungsweise über 4.000 Jahre alt – sie wird heute noch praktiziert. Diese, wie auch andere Methodensammlungen, werden heute unter „Alternativmedizin“ zusammengefasst, wohingegen man die „normale Medizin“ auch als „Schulmedizin“ bezeichnet.

Fortschritte der Medizin

Sowohl im Bereich der Erkennung als auch der Behandlung von Krankheiten hat die Medizin zahlreiche Errungenschaften hervorgebracht. Darunter fallen Anästhesie, Antibiotika, das Röntgenverfahren und die immer weiter voranschreitende Entwicklung von Impfstoffen. Gerade in den letzten 50 Jahren hat sich im medizinischen Bereich einiges getan. So ermöglichte z. B. die sogenannte „Antibabypille“ eine ganz neue sexuelle Selbstbestimmtheit der Frau. Doch auch die Computertomografie (CT) hat die Erkennung von Krankheiten um ein Vielfaches erleichtert. Die sogenannte evidenzbasierte Medizin inkludiert in Therapien aktuelle Forschungsergebnisse. Hierin wiederum zeigt sich der wissenschaftliche Charakter der Medizin, der sich neben der Entwicklung von Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden auch immer auf die Forschung konzentriert.

Verbesserte Lebensqualität

Die moderne Medizin ist einer der Hauptgründe dafür, dass Menschen immer länger leben. Die Standards sind höher, die Behandlungen besser und das Gesundheitssystem, wenn auch immer wieder in verschärfter Kritik, bietet weitreichende Möglichkeiten, um Patienten zu versorgen. Die moderne Medizin ist auch ein Grund dafür, warum damals lebensbedrohliche Krankheiten heutzutage leicht behandelt werden können, andere gar nicht mehr auftreten und faktisch „ausgerottet“ sind. Unsere Lebensqualität ist sicher von vielen weiteren Faktoren abhängig – jedoch wäre sie in dieser Form ohne unsere moderne Medizin nur bedeutend schwieriger vorstellbar.

Berufsperspektiven für Mediziner

Es liegt auf der Hand, dass viele Mediziner vorhaben, als Arzt zu arbeiten. Grundsätzlich gibt es hier die Möglichkeit, nach seinem Studium als Assistenzarzt im Krankenhaus zu arbeiten. In diesem Rahmen kann man auch eine sogenannte Facharztausbildung, also eine themenspezifische Fortbildung, absolvieren. Für Ärzte besteht weiterhin die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Praxis „niederzulassen“, sich also faktisch selbstständig zu machen. Der Vorteil ist, dass man so oft dem Stress im Krankenhaus, den Bereitschaftsdiensten und dem enormen Druck etwas „entkommen“ kann. Gleichzeitig lohnt sich eine solche Perspektive jedoch vor allem für Großstädte, zumindest aus wirtschaftlicher Sicht. Hier ist natürlich die Konkurrenz wiederum groß und es ist nur bedingt möglich, sich beruflich weiterzuentwickeln; gerade, wenn man „isoliert“ arbeitet. Nichtsdestotrotz ist der Beruf als Arzt hoch angesehen und wird mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von ca. 4200 € brutto (als Assistenzarzt im Krankenhaus) relativ gut vergütet. Fairerweise muss man sagen, dass der Blick auf die effektive Arbeitszeit im Krankenhaus (zusätzlich Schicht-, Nachtdiensten, Bereitschaft …) auch enorme Verantwortung und oftmals eine hohe Stressresistenz erfordert.

Alternative Berufe als Mediziner

Hier ist zunächst die Pharmabranche zu nennen. Diese ist in der Regel sehr gut bezahlt und gerade Mediziner haben natürlich ein immenses Vor- und Fachwissen, welches sie zum Beispiel in der Forschung oder auch im Vertrieb anwenden können. Doch auch Bereiche wie Medizintechnik, Medizininformatik oder Klinikmanagement erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ein Studium der Medizin lohnt sich also allemal.